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Sechs Gründe für den Erfolg der Schweizer Schokolade

Die Schweizer Schokolade, Inbegriff für Innovation und Tradition, ist der Stolz der Schweiz und prägt ihr Image auf der ganzen Welt mit. Was macht ihren Erfolg aus? Dafür gibt es sechs Gründe:

1) Die Schweiz ist eine Schokolade-Pionierin

Sie gehört zu den ersten Ländern, die Schokolade herstellten, und das dank der Leistung mehrerer Pioniere. 1819 eröffnete François-Louis Cailler in Corsier-sur-Vevey, hoch über dem Genfersee, eine mechanisierte Schokoladenmanufaktur. 1826 folgte Philippe Suchard mit der Eröffnung einer Schokoladenfabrik in Serrières im Kanton Neuenburg. Bis Ende des 19. Jahrhunderts kommen zahlreiche weitere Schokoladenhersteller dazu, die die Schokolade im ganzen Land bekannt machen und ihr Knowhow verfeinern.

2) Das Gewinnerduo: Schokolade und Milch

1875 erfindet Daniel Peter die Milchschokolade. Nach etlichen Versuchen in seiner Schokoladenfabrik in Vevey findet er die richtige Mischung und hat damit rasch Erfolg. Seither ist die Schokolade das Aushängeschild der Schweiz.

3) Schokolade zergeht auf der Zunge dank einer 1879 patentierten Technik

Die Textur ist ein weiterer Erfolgsfaktor der Schweizer Schokolade. Dank einer innovativen Technik, dem sogenannten Conchieren, erhält die Schokolade ihre feincremige Konsistenz. Diese Technik erlaubt eine homogene Verteilung der Schokoladenmasse und eine optimale Aromaentfaltung. Erfinder dieses Verfahren und Schöpfer der ersten fein schmelzenden Schokolade war Rodolphe Lindt. Seine Methode liess er 1879 patentieren, als er in Bern eine Fabrik führte.

© Michal Grosicki

4) Eine innovative Industrie

Die Schweizer Schokoladenindustrie verbindet Tradition mit Innovation. Darin liegt eines ihrer Erfolgsgeheimnisse! Es werden immer wieder neue Rezepte und Techniken erfunden. Meistens handelt es sich um kleine Schritte, die den Produktionsprozess verbessern helfen. Auch die Forschung beteiligt sich an der Entwicklung neuer Verfahren und teilt ihr Wissen mit der Industrie. Zu erwähnen ist zum Beispiel der Arbeitskreis Schokoladentechnik unter der Leitung von Professor Erich Windhab vom Institut für Lebensmittel- und Ernährungswissenschaften der ETH Zürich.

Schweizer Schokolade
Die Schweizer Schokoladenindustrie verbindet Tradition mit Innovation.

5) Qualitätsanforderungen – typisch schweizerisch

Schweizer Produkte sind gewöhnlich für ihre Qualität bekannt. Diese Standards gelten auch für die Schokolade.  Ihre Qualität hängt sowohl von den Rohstoffen als auch vom Knowhow der Industrie ab. Laut Chocosuisse zergeht eine gute Schokolade auf der Zunge, klebt weder pappig am Gaumen noch fühlt sie sich sandig an. Sie muss beim Verzehr zarte Aromen und einen harmonischen Geschmack entfalten – ganz ohne Nachgeschmack. Für den Berufsverband, dem 18 Schokoladenhersteller angeschlossen sind, ist Qualität oberstes Gebot.

Schweizer Schokolade
Schweizer Produkte sind gewöhnlich für ihre Qualität bekannt. Diese Standards gelten auch für die Schokolade.

6) Die Schweiz hat einen sehr hohen Schokoladenkonsum

Die Schweizerinnen und Schweizer sind Schokoladenkenner und fördern den Absatz der einheimischen Industrie grosszügig. Mit einem durchschnittlichen Pro-Kopf-Konsum von 11 bis 12 Kilo im Jahr gehört die Schweiz zu den Ländern mit dem höchsten Schokoladenkonsum.

Ende des 19. Jahrhunderts kam die Werbung auf, zuerst in Form von Plakaten für Ladenlokale. Hier eines der allerersten Plakate um 1890, das den Konsum von Schokolade in Szene setzt. © CHOCOSUISSE, Verband der Schweizer Schokoladenfabrikanten: www.chocosuisse.ch
Ende des 19. Jahrhunderts kam die Werbung auf, zuerst in Form von Plakaten für Ladenlokale. Hier eines der allerersten Plakate um 1890, das den Konsum von Schokolade in Szene setzt. © CHOCOSUISSE, Verband der Schweizer Schokoladenfabrikanten: www.chocosuisse.ch

 

Schweizer Schokolade

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